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Cuno Amiet, Maler, Grafiker und Bildhauer

1868-1961, geboren in Solothurn, gestorben in Oschwand bei Herzogenbuchsee

Drittes Kind der Solothurner Staatschreiber und -archivarenfamilie. Amiet stand als Junge Modell, erster Malunterricht 1882. 1886 Studium in München, wo er eine lebenslang dauernde Freundschaft mit Giovanni Giacometti schloss, beide absolvierten 1888 die Rekrutenschule in Bellinzona und studierten anschliessend miteinander an der „Académie Julian“ in Paris. 1896 Bekanntschaft mit Giovanni Segantini. 1892-1893 verbrachte er in Pont-Aven in der Bretagne, wo einst Paul Gaugin gewirkt hatte. 1893 Begegnung mit Ferdinand Hodler mit dem er in der Folge viel zusammenarbeiten sollte. Heirat mit der Wirtstochter Anna Luder aus Hellsau im Jahr 1898. Giacometti war sein Trauzeuge. Die Ehe der Amiets blieb kinderlos, sie zogen Pflegekinder gross, so auch Bruno Hesse. Ihr Haus in Oschwand war Treffpunkt für zahlreiche Künstler: Marianne von Werefkin, Pietro ChiesaHermann Hesse, Alexej von Jawlensky, Paul Klee, Carl Spitteler und so weiter. 1900 Teilnahme an der Weltausstellung in Paris. 1904 Ausstellung zusammen mit Hodler in Wien, Bekanntschaft mit Gustav Klimt und Gustav Maler. 1906 schloss er sich auf Anfrage der Dresdner Künstlergruppe „Die Brücke“ um Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff an. 1919 Ehrendoktortitel der Universität Bern. 1931 wurden beim Brand des „Münchner Glaspalastes“ 50 seiner Werke zerstört. Von 1932 bis 1939 arbeitete Amiet immer wieder für längere Zeit in seinem Atelier in Paris. „Amiet malte Landschaften, symbolisch anmutende Figurenkompositionen ind Bildnisse von strenger Einfachheit.“ Das Bild auf der linken Seite enstand 1911 in München. Von links: Cuno Amiet, Wassily Kandinsky, Helmut Macke, Heinrich Campendonck, Louis Moillet, im Vordergrund Anna Amiet und August Macke.