Volkmar Andreae
Volkmar Andreae, Dirigent und Komponist

1879-1962, geboren in Bern, gestorben in Zürich

Andreae nahm bereits als Junge Piano- und Kompositionsunterricht. Mit 19 Jahren studierte er für zwei Jahre an der Hochschule für Musik in Köln. Mit 23 übernahm er die musikalische Leitung des Gemischten Chors Zürich. Nach seinen Engagements als Leiter des Tonhalle-Orchesters von 1906-1949 und des Zürcher Konservatoriums (1914-1939) wurde er auf den internationalen Bühnen seinem Ruf als hervorragender Dirigent gerecht. Sein Lieblingsfach waren die Bruckner-Symphonien. Volkmar Andreae dirigierte auch die ersten Settimane Musicali di Ascona, und er war ein guter Freund von Hermann Hesse. Hesse und er waren zusammen auf Italienreisen, Andreae hatte einige Gedichte vertont und sie verfolgten auch ein gemeinsames Opernprojekt: Romeo und Julia. Es ist nicht zustande gekommen, leider, ist man versucht zu sagen. Und die beiden teilen ihr Todesjahr 1962. Die Mutter von Volkmar, Adelina Perroni aus Mailand, war Sängerin.
Andreaes Sohn Hans stellte sein Leben ebenfalls in den Dienst der Musik, als erfolgreicher Pianist. Er verhalf dem Fortepiano insbesondere mit Auftritten am „Mozartflügel“ an den Salzburger Festspielen und dem in Vergessenheit geratenen Cembalo zu ihrer Renaissance. Seine Gattin Lis Andreaes-Keller, ebenfalls Pianistin, hatte am internationalen Klavierwettbewerb in Genf den ersten Preis gewonnen. Lis und Hans Andreae waren in diesen Konzerten Solisten im  Konzert für 2 Klaviere und Orchester von Mozart. Ihr Sohn Marc Andreae schliesslich ist der langjährige Direktor des Orchestra della Radiotelevisione della Svizzera Italiana und international bekannte Dirigent, der seit dem Jahr 2011 auch als Präsident der Fondazione Hermann Hesse Montagnola zeichnet.
Die Tessiner Zeitung hat in ihrer Ausgabe vom 18. November 2011 das folgende Porträt über Marc Andreae veröffentlicht.