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Jean Arp, Maler, Bildhauer und Dichter

1886-1966, geboren in Strassburg, gestorben in Basel

 

Hans Peter Wilhelm Arp, Sohn eines Strassburger Zigarrenfabrikanten, der aus einer Holsteinischen Hugenottenfamilie stammte, und einer Strassburgerin. Kunstgewerbeschule in Strassburg, Kunstschule Weimar und Académie Julian in Paris. Wirkte in Weggis in der Schweiz, dann in München und Berlin. 1914 Flucht nach Frankreich, um nicht von der deutschen Armee eingezogen zu werden. 1915 lernte er die Bildhauerin und Malerin Sophie Täuber kennen: Hochzeit 1922 in Pura. Mitbegründer des Dadaismus und des "Cabaret Voltaire" in Zürich, zusammen mit Hugo Ball, Emmy Hennings, Sophie Täuber, Marcel Janco und weiteren. Ab 1926 hielten sich die Arps meist in Paris auf, Freundschaft unter anderem mit Meret Oppenheim, Alberto Giacometti und Wassily Kandinsky, ab 1941, nach der Flucht aus Frankreich, in Zürich und ab 1959, mit seiner zweiten Frau Marguerite Hagenbach, in Locarno-Solduno, Ronco dei Fiori. Die Stadt Locarno verlieh den Arps 1965 die Ehrenbürgerschaft. Ab 1939 nannte Arp sich aus Protest gegen das Naziregime nicht mehr Hans sondern Jean. Er ist auf dem Friedhof Santa Maria in Selva, Locarno, begraben. Mit ihm im Grab liegen seine erste Frau Sophie und die zweite, Marguerite Hagenbach. Einer der Neffen Arps ist der Sänger Udo Jürgens. Die Stadt Locarno ehrt Arp mit der Gartenanlage an der Seepromenade, wo Kopien seiner Werke zu sehen sind. www.arpmuseum.org.