1973 Ascona - Lifestyle!.

Es gibt wohl kaum ein Dorf in der Schweiz, über das mehr geschrieben wurde, als über Ascona. Adolf Grohmann verfasste 1904 sein "Die Vegetarier-Ansiedlung in Ascona und die sogenannten Naturmenschen im Tessin". Erich Mühsam schrieb gleich mehrmals über das Fischerdorf. Jakob Flach veröffentlichte ein Buch über Ascona. Robert Landmann, Friedrich Glauser und Curt Riess taten es ihm gleich. Auch in verschiedenen Biografien wird über Ascona berichtet, zum Beispiel bei Käthe Kruse, Ursula von Wiese und so weiter.
Ein  deutscher Autohersteller lancierte das Modell "Ascona". Zwischen 1970 und 1988 werden fast vier Millionen Exemplare gebaut.
Im Gästebuch des „Ristorante Aerodromo“ findet sich der Ausschnitt aus der „Neuen Presse“ vom 3. Januar 1969 mit dem Titel: „Max Colpet feierte mit Freunden. Ascona – Lellos Bar am Flughafen des Tessiner Refugiums für Dichter und Dichterlinge wird immer mehr zur Drehscheibe gesellschaftlichen Lebens am Lago Maggiore. Fast zweihundert „Eingeborene“ und Wahlasconesen liessen von Lellos knusprigen Beinschinken nur blanke Knochen übrig und stürzten sich dann in die Keller-Bar, ins Vergnügen, und in einen mittelgrossen Pommery-Lago. Auf zünftigen Fässern hockend, tauschten Musical-Texdichter Max Colpet („Irma la Douce“) und Robert Gilbert langjährige Erfahrungen aus. Maler Otto Bachmann vernebelte die beiden mit seiner obligatorischen Zigarre, die fatal an eine abstürzende „Mirage“ erinnerte: Glühende Deckblatt-Teile lösten sich und verlöschten in Champagner-Resten. Im „Ascona-Club“ wateten blitzblanke Minimädchen durch einen zehn Zentimeter hohen Papierschlangen-Pflotsch. Noch gegen Morgen versuchte die vollzählige Asconeser Polizei-Equipe, Ordnung in die auf der Piazza parkenden Lancias, Mercedes und US-Strassenkreuzer zu bringen.“