Ascona, Castello Seeschloss

Das Castello wurde von einer Mailänder Adelsfamilie de'Ghiriglioni in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Es hatte ursprünglich eine Fläche von 41 auf 54 Metern, war mit vier Ecktürmen bestückt, grenzte im Südosten an den See und war entlang der anderen Mauern mit Wassergräben umgeben. Von dieser Anlage ist die östliche Hälfte gut erhalten, während der westliche Teil im Lauf der Zeit zerfallen ist. Als "Gasthaus" trat das Castello anfangs des 20. Jahrhunderts in Erscheinung. Marianne von Werefkin und Alexej von Jawlenski wohnten dort von 1918 bis 1921. 1927 kaufte der Schweizer Künstler Hans Wartmann das Castello, richtete die erste freie Kunstschule der Schweiz ein, die "Academia Cavallo Rosso" und betrieb das Schloss als Pension. Eine Kopie des Kaufvertrags über CHF 80'000 befindet sich im Gästebuch des heutigen Hotels. 1937 gründete Jakob Flach in den alten Stallungen, wo seit Ende der 60er Jahre die "Casa Marionette" steht, das Asconeser Marionettentheater. Die evangelische Kirchgemeinde von Ascona feierte dort, mangels eigener Kirche, ihre Andachten. Der Clown Dimitri hatte auf dieser Bühne seine ersten Auftritte und auch das Basler Cabaretensemble "Fauteuil" um Roland Rasser gab dort Gastspiele. 1952 übernahm die Familie Ris das Castello und führt es seither. Das Haus wurde immer wieder aufwändig restauriert und präsentiert sich heute als eine wahre "Bellezza" an der Piazza von Ascona.
Hier der Link zur Internetseite des Castello-Seeschloss, wo die Geschichte des Hauses im Detail nachzulesen ist: http://www.castello-seeschloss.ch.