Ascona, Libreria della Rondine

1946 eröffnete Leo Kok in der schönen „Casa Serodine“ an der Piazza San Pietro die „Libreria della Rondine“ und führte sie fast 30 Jahre lang. Angesichts seiner Krebsdiagnose verkaufte Kok die „Libreria“ 1975 an den Diepflinger Galeristen Walter Sauter, einen langjährigen Kunden. Dieser verkaufte sie 1979 an Hanspeter Manz, der zuvor in Zürich ein Antiquariat betrieb, weiter. Hanspeter Manz liess die alten Gemäuer renovieren, eine interne Treppe ins erste Geschoss einbauen und eröffnete wieder im Frühjahr 1980, mit dem Einzug der Rondine – der Schwalben. Manz betrieb mit den Überschüssen aus der Libreria einen Kleinverlag und veröffentlichte über 20 Titel. Er schrieb nach Leo Koks Tod im Jahr 1992 eine Gedenkschrift über ihn. Als sich Manz im Lauf der Zeit in der „Rondine“ immer mehr mit „kurzbehosten und laut nach Boulevardzeitungen rufenden Touristenhorden“ konfrontiert sah, nahm er dies als Zeichen für den Generationenwechsel von der Kultur hin zum Kommerz – er verkaufte die „Rondine“ 1995 an Matthias Loidl und kehrte nach Zürich zurück. Letzterer liess die Libreria von 1996 bis 2001 als Einzelfirma im Handelsregister eintragen. Beim folgenden Käufer stieg Angelika Sowinski als Geschäftsleiterin ein, bis sie die Libreria ihrerseits übernahm und bis zu ihrem Tod im Jahr 2007 führte. Sie blieb bis zu der Wiedereröffnung im Jahr 2009 geschlossen. Heute wird die "Rondine" vom der Associazione Libreria della Rondine Ascona, mit Domizil Casa Serodine an der Piazza San Petro 6 in Ascona, geführt.