bianconi giovanni
Giovanni Bianconi, Xylograf, Maler, Mundart-Poet, Ethnograf

1891-1981, geboren und gestorben in Minusio

Bianconi trat als Jüngling ins Priesterseminar ein, verliess es jedoch vorzeitig. Er zog in die Deutschschweiz. Besuch der Kunstgewerbeschule St. Gallen, anschliessend der Kunstakademie Stuttgart. Kontakte mit Schmidt-Rottluff und anderen. Rückkehr in die Schweiz. Tätigkeit als Lehrer. In der Freizeit dichtete und malte Bianconi, er schuf über 400 Holzschnitte, 100 Tempera- und Ölbilder und unzählige Mundartgedichte. Im Alter widmete er sich  der Erforschung der bäuerlichen Vergangenheit des Tessins. Er wurde, das hatte er sich gewünscht, in Mergoscia, dem Dorf seiner Vorfahren begraben. Er war der Bruder von Piero Bianconi. Die "Tessiner Zeitung" schrieb anlässich der Ausstellung zu Bianconi in Biasca zur Jahreswende 2008/2009: "Giovanni Bianconis Werk ist ein Unikum im künstlerischen Panorama des Tessins, ein wahres historisch, poetisch gefärbtes Gedächtnis. Giovanni Bianconi ist ein Beobachter der ihn umgebenden Dinge von aussen, er versteht sich als Teil der von ihm untersuchten Welt und Kultur. Er sei mit geradezu religiösem Respekt für sein Land und die eigenen Wurzeln vorgegangen, bei der Betrachtung des nicht immer angenehmen Berufs, ein Mensch zu sein, wie es sein Bruder Piero Bianconi formuliert hat."