Friederike Brun, Dichterin

1765-1835, geboren in Gräfentonna, Deutschland,, gestorben in Kopenhagen

 

Friederike Sophie Christiane Brun, Tochter des Predigers Balthasar Münter. Jugend in Kopenhagen. 1783 Heirat mit Konstantin Brun, einem dänischen Diplomaten. Im Winter 1799 verlor sie schlagartig ihr Gehör und blieb zeitlebens taub. Brun verfasste Gedichte und Reiseberichte. Reisetätigkeit: 1791 Paris, Südfrankreich  und Genf, 1795 Schweiz und Italien, von 1801-1810 Südeuropa. Ab 1810 blieb sie in Kopenhagen. 1795 schrieb sie über das Tessin: "Ein reiches, üppig begrüntes, sich in weite Bergöffnungen einschleichendes Tal empfängt uns, voll Anmut in weichen Schoss, und am Saum waldbedeckter Gebirge hingedehnt. Kastanienwälder grünen hoch in die wilden Bergklüfte hinauf, und die rauhe Pracht helvetischer Alpen ist, durch sanftere Lüfte gemildert, hier mit hesperischer Fülle vereint. Der Pfirsichbaum seht schattend und Weinlauben bedecken die Fluren."