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Bryks, Portrait eines Juden
Arthur Bryks, Chassidischer Maler und Buchillustrator

1894 geboren in Falkow, Polen

 

„In wunderbarer Unbeirrtheit hat sich der junge, seit einem Jahrzehnt im Tessin lebende Maler Arthur Bryks die Seelenverfassung bewahrt, die er sich aus der generationenalten Tradition seines Elternhauses im russisch-polnischen Osten seinerzeit mitgebracht hat... Und stellt er schliesslich die Bäume, die Berge, die Strassen, die erdgewachsene Architektur des Tessin in ihrer gottseligen Schönheit dar, so ist es, als segne ein Verzückter, ein frommer Chassid mit seinen Dankgebeten die Natur. Ursprünglich zum Rabbiner bestimmt und in versonnener Dorfabgeschiedenheit das Leben eines jungen Gotterwählten mit inbrünstiger Hingabe führend, packt den Achtzehnjährigen die echt chassidische Sehnsucht nach einem vielseitigeren Dienst an Gott... Um ein weltlicher Sänger zu werden entweicht er auf abenteuerliche Weise dem Elternhause und macht sich auf nach Amerika, bleibt jedoch in Basel stecken... Unter den zeitgenössischen jüdischen Künstlern sollet man Arthur Bryks mit an erster Stelle nennen...“ Dr. Nadja Stein, 1929, „Menorah. Jüdisches Familienblatt für Wissenschaft, Kunst und Literatur, Wien 1923-1932. Emil Szittya portraitierte Bryks in einer Monogrphie, die er 1932 in Paris verfasste.