Hermann Burger, Germanist und Schriftsteller

1942-1989, geboren in Menziken, gestorben in Brunegg

 

Sohn eines Versicherungsinspektors. Musisch veranlagt. Malerei. Als Jugendlicher spielte er in einer Jazzband drei Instrumente. Studium zuerst der Architektur, dann der Germanistik und Kunstgeschichte in Zürich. Nach Dissertation und Habilitation (Studie zur schweizerischen Gegenwartsliteratur) war er ab 1975 als Privatdozent an der ETH Zürich tätig. Feuilletonredaktor beim "Aargauer Tagblatt". Seine Ehe mit der Rechtsanwältin Anne Marie Carrel wurde 1988 geschieden. Burger litt unter Depressionen. Er lebte für kurze Zeit in der ehemaligen Wohnung von Purrmann in der "Casa Camuzzi" in Montagnola. Über seinen Schriftstellerkollegen Hermann Hesse sagte Burger: "Der Dichter aus Montagnola ist eine Weltmacht." Burger starb an den Folgen einer Überdosis Schlaftabletten. „Hermann Burger war ein Artist, der immer aufs Ganze ging, der sich nicht geschont hat. Er war ein Mensch mit einer grossen Sehnsucht nach dem Glück. Die Deutsche Literatur hat einen ihrer originellsten Sprachkünstler verloren.“ Aus dem Nachruf von Marcel Reich-Ranicki.