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Antonio Ciseri, Dekorationsmaler

1821-1891, geboren in Ronco s/Ascona, gestorben in Florenz

 

Antonio Ciseri, Sohn einer Malerfamilie, lebte bis zu seinem 12. Lebensjahr in der Casa Ciseri in Ronco, dem Zeitpunkt als seine Familie aus wirtschaftlichen Gründen beschloss, nach Florenz zu ziehen. Der hoch talentierte Antonio studierte an der Florentiner Kunstakademie und erhielt für seine Werke bald Auszeichnungen. Aufträge für sakrale und öffentliche Gebäude im Tessin und Italien folgten. Seine Werke können bewundert werden: in der Kirche San Martino in Ronco, in den Kirchen Madonna del Sasso und San Francesco in Locarno und im dortigen Gemeindehaus und in der Kirche von Magadino. Sein Meisterwerk „Das Martyrium der Makkabäer“ befindet sich in der Kirche San Felicita in Florenz. Er war nicht nur als Maler von sakralen oder historischen Gemälden sehr gefragt, sondern auch als Porträtmaler. 1852 wurde Ciseri Professor, später Leiter der Kunstakademie in Florenz. 1853 eröffnete er in Florenz seine eigene Malschule. Nach einer Auseinandersetzung mit den eidgenössischen Steuerbehörden wurde Ciseri 1877 auf seinen Antrag hin italienischer Staatsbürger. Er starb in Florenz. Das Museum für Moderne Kunst im Palazzo Pitti in Florenz hat Ciseris Werken eine feste Ausstellung gewidmet, in Locarno und Lugano wurden Strassen nach ihm benannt.