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Ivan Desny, Schauspieler

1922-2002, geboren in Peking, gestorben in Ascona

 

Eigentlich Ivan Nikolai Desnitzky. Sohn eines russischen Diplomaten. Wuchs in Paris auf. Studierte in  Paris Politik, dann in Cambridge Jurisprudenz, brach das Studieren ab und wurde Schauspieler. Durchbruch mit der Sartre-Verfilmung "Die ehrbare Dirne". Er spielte unter anderem mit Ruth Niehaus zusammen. In den Siebzigerjahren Theatertourneen, unter anderem mit Nadja Tiller. Arbeit fürs Fernsehen (Fassbinder). Er lebte 25 Jahre, bis zu seinem Tod, in Ascona und gehörte den Asconeser Künstlerkreisen an. Er wohnte in dem noch heute bestehenden alten Holzhaus an der Via Collina, unterhalb des Monte Verità. Desny verewigte sich als Stammgast im Gästebuch des "Ristorante Verbano". Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof von Ascona. SPIEGEL ONLINE berichtete im Nachruf vom 16. April 2002: "Wenn ich zu tun habe, bin ich zufrieden, sagte der Schauspieler mit dem charmanten, fremdländischen Akzent und dem markanten Schnurrbart einmal. Die Rolle des sprachgewandten Kosmopoliten, die er in vielen Fernseh- und Kinorollen immer wieder ausfüllte, liess Desny in den fünfziger und sechziger Jahren zum Schwarm der Kinobesucherinnen werden. Der passionierte Hobbymaler lebte seit langem überwiegend in der Schweiz. Noch im September 2001 hatte Desny Gerüchte über eine Krebserkrankung (Prostata) mit den Worten dementiert: "Ich saufe, ich trinke, alles in Ordnung!"