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Marlene Dietrich, Anna May Wong, Leni Riefenstahl, 1932
Marlene Dietrich, Filmschauspielerin und Sängerin

1901-1992, geboren in Berlin, gestorben in Paris

 

Eigentlich Marie Magdalena von Losch, Tochter des kaiserlichen Polizeileutnants Louis Erich Otto Dietrich und Wilhelmine Elisabeth Josephine Felsing. Musikunterricht und Schauspielschule bei Max Reinhardt in Berlin. Verschiedene Bühnen- und Stummfilmauftritte. 1924 Geburt der Tochter Maria Elisabeth, deren Vater Rudolf Sieber, Produktionsassistent, war. Die Dietrich stand auch mit Ursula von Wiese oder Heinz Rühmann auf der Bühne. 1929 wurde sie als Hauptdarstellerin in "Der blaue Engel" schlagartig weltberühmt. 1930 erhielt sie den Oscar, ihr einziger, als beste Hauptdarstellerin im Film "Marokko". Dietrich war eine erklärte Gegnerin der Nationalsozialisten, 1936 lehnte sie ein hoch dotiertes Angebot des Leiters der Reichskulturkammer, Joseph Goebbels, ab. Ab 1937 pflegte sie eine Beziehung zum Schriftsteller Erich Maria Remarque, die, in unterschiedlichen Formen, bis zu dessen Tod im Jahr 1970 andauerte. Ihr Name figuriert in einigen Gästebüchern von Roncheser Wirtshäusern und in dem des "Ristorante Verbano" in Ascona. 1939 amerikanische Staatsbürgerschaft. Im Zweiten Weltkrieg betreute sie amerikanische Soldaten in Afrika und Europa. In der Nachkriegszeit war sie hauptsächlich als Sängerin tätig und gab Bühnenshows in Las Vegas und London. Sie trat als erste Deutsche wieder in Israel, Polen und Russland auf. 1960 Auftritt in Berlin. Im Jahr 1962 sang sie die deutsche Version von "Sag mir, wo die Blumen sind", Text von Max Colpet, und machte das Lied zu einem weltweiten Erfolg. 1979 trat sie in "Schöner Gigolo, armer Gigolo" zum letzten Mal vor die Kamera. Sie zog sich in ihrem Pariser Appartement vollständig zurück und verliess es nicht mehr bis zu ihrem Tod, elf Jahre später. Der Dokumentarfilm "Marlene", 1983 von Regisseur Maximilian Schell realisiert, wurde in der Kategorie Dokumentarfilm für einen Oscar  nominiert. "Sag mir, dass du mich liebst...", Erich Maria Remarque - Marlene Dietrich, Zeugnisse einer Leidenschaft, Werner Fuld und Thomas Schneider, Kiepenheuer und Witsch, 2003, ISBN 3-462-03338-7.