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Tilla Durieux, Schauspielerin

1880-1971, geboren in Wien, gestorben in Berlin

Eigentlich Ottilie Godeffroy. Tochter eines Chemieprofessors und einer ungarischen Pianistin. Besuch verschiedener Schauspielschulen. Sie nahm den Namen ihrer Grossmutter als Künstlernamen. Debut 1901. Engagements an den deutschsprachigen Theatern Europas. Im Ersten Weltkrieg Tätigkeit als Krankenschwester. 1920 nahm sie in Berlin Wohnsitz, sie war zur gefragten Schauspielerin geworden. 1928 veröffentlichte sie ihren Roman „Eine Tür fällt ins Schloss“. 1933 Emigration nach Ascona, wo sie mit Victoria Wolff in Kontakt war. 1934 Weiterreise nach Jugoslawien. 1954 erschienen ihre Memoiren „Eine Tür steht offen“. Sie trat bis ins hohe Alter immer wieder auf Bühnen und vor Kameras auf und erhielt zahlreiche Ehrungen. Durieux war drei Mal verheiratet. Vom ersten Mann trennte sie sich vor Ablauf eines Ehejahres, der zweite verübte Selbstmord, der dritte, er war Jude, starb in Nazi-Gefangenschaft.