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Albert Ehrenstein, Lyriker und Erzähler

1886-1950, geboren in Wien, gestorben in New York

 

Sohn jüdisch-ungarischer Eltern. Wuchs in armen Verhältnissen auf. Studierte in Wien Geschichte und Philosophie. Verkehrte in den Kreisen der Dadaisten, Kriegsgegner und Revolutionäre und somit auch auf dem Monte Verità. Er war einer der Geliebten von Emmy Hennings. Seine Werke landeten am 10. Mai 1933 bei der Bücherverbrennung des Naziregimes auf dem Scheiterhaufen. 1932 liess er sich in Brissago nieder und war als Ausländer von der Ausweisung  bedroht. Mit Unterstützung von Hermann Hesse erhielt er eine befristete Aufenthaltsbewilligung. 1934 gründete er ein "Aktionskomitee" zur Unterstützung von Emigranten bei ihrer Einreise aus dem Deutschen Reich in die Schweiz. Er war befreundet mit Leon Hirsch. 1934-1935 bereiste er, unter anderem mit Klaus Mann, die Sowjetunion. 1941 emigrierte er über England, Frankreich und Spanien nach New York, USA, wo er vereinsamt und verbittert in einem Armenhospital starb.