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Werner Fink, Kabarettist, Bühnen- und Filmschauspieler

1902-1978, geboren in Görlitz, Deutschland, gestorben in München

Sohn eines Apothekers. Nach der Schule Besuch der Kunstschule in Dresden. Tätigkeit als Laienschauspieler und Märchenerzähler. 1925 erstes Engagement am Theater Bunzlau in Schlesien, dem heutigen Boleslawiec in Polen. 1929 Umzug nach Berlin, wo er mit Roth Poelzig "die Katakombe", ein erfolgreiches literarisches Kabarett, gründete. 1931 Verhaftung durch die Nazis und kurze Internierung im Konzentrationslager Esterwegen. Anschliessend Berufsverbot und neuerliche Verhaftung im Jahr 1942, diesmal für neun Monate. Während des Nationalsozialistischen Regimes stand Fink, wie Erika Mann und Therese Giehse auf der Bühne des "Teatro San Materno" der Charlotte Bara in Ascona. 1945 gründete er das Kabarett "Schmunzelpartei" in München, später Leitung das Zürcher Kabarett "Nebelhorn" und 1949 die Stuttgarter "Mausefalle". Fink arbeitete daneben als Herausgeber einer satirischen Zeitschrift, als Mitarbeiter beim Radio und als Schauspieler. Er gilt als einer der grössten deutschen Kabarettisten.