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Jakob Flach, Schriftsteller, Regisseur und Puppenspieler

1894-1982, geboren in Winterthur, gestorben in Ascona

Nach abgebrochenem Botanikstudium an der ETH Zürich nahm er an der Wandervogel-Bewegung ("Schweizerischer Bund für alkoholfreie Jugendwanderungen") teil. Er kam während des Ersten Weltkriegs 1915 als Soldat erstmals ins Tessin. 1919 Abschluss als Primarlehrer. Später reiste er durch ganz Europa, den Nahen Osten, Afrika und Indien und verkaufte seine Reiseerzählungen. Es stand mit vielen Künstlern in Verbindung. 1921-1922 war er Verwalter der Villa von Emil Ludwig in Ascona. Ab 1925 lebte er in der alten Mühle gegenüber der "Mulino di Brumo", zwischen Arcegno und Ronco s/Ascona. 1928 war Flach Regisseur beim Schweizerischen Marionettentheater in Zürich. 1937 gründete er das Asconeser Marionettentheater, das er bis 1960 leitete und in dieser Zeit 40 Puppenspiele sowie Romane und Sachbücher schrieb. Zur Anfangszeit des Marionettentheaters wurde er von freiwilligen Mitarbeitenden unterstützt, von den Malern Ignaz Epper, Fritz Pauli und Richard Seewald, den Bildhauern Mischa Epper und Werner J. Müller, den Schriftstellern Jakob Bührer und Richard Matzig, dem Komponisten Leo Kok und dem beliebten Sprecher Carlo Weidemeyer, Maler-Architekt. Flach war auch mit dem Schriftsteller Rudolf Jakob Humm befreundet. Jakob Flach: "Früher ging man nach Ascona, um allein zu sein. Und heute kommt man hierher, um die gleichen Leute um sich zu haben, die man zu Hause auch um sich hat." Im von Max Bill gestalteten "Ascona Bau-Buch", 1934 von Eduard Keller herausgegeben, schrieb Flach ein Essay über das "Kunstgewerbe von Ascona". Flach war auch literarisch tätig, 1960 veröffentlichte er sein Buch „Ascona gestern und heute“ - eine der vollständigsten Erzählung über die Entwicklung des Fischerdorfs.