hemingway
Fontana mit Giacomo Puccini
Ferdinando Fontana, Dichter und Komödiant

1850-1919, geboren in Mailand, gestorben in Lugano

Sohn einer Künstlerfamilie. Ausbildung am „Collegio dei Barnabiti“, später am „Collegio Zambelli“. Des frühen Tods der Mutter wegen musste er seine Ausbildung abbrechen und für seine beiden jüngeren Schwestern sorgen. Anstellung beim „Corriere di Milano“ als Korrektor, Beginn der journalistischen Tätigkeit, unter anderem auch für den „Corriere della Sera“. 1878-1879 Korrespondent der „Gazzette Piemontese“, der heutigen „Stampa“, in Berlin. Nach dem „Massarco delle 4 giornate di Milano“, einem Protest der Mailänder Bevölkerung gegen die miserablen Lebensbedingungen in der Stadt, bei dem rund 300 Personen ums Leben kamen, floh der bekennende Sozialist Fontana in die Schweiz nach Montagnola. Dort fand er in der "Casa Camuzzi", wo später unter anderem auch Hermann Hesse lebte, eine Unterkunft. Fontana wurde vor allem wegen seiner Opernlibretti bekannt: Er schrieb „Le Villi“ und „Edgar“ für Giacomo Puccini und „Le compte de Luxembourg“ von Franz Lehàr. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof von Sant’Abbondio in Gentilino bei Montagnola.