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Leonhard Frank, Schriftsteller und Maler

1899-1961, geboren in Würzburg, gestorben in München

Als Sohn eines Schreiners wuchs er in ärmlichen Verhältnissen auf. Er absolvierte eine Schlosserlehre, studierte 1904-1910 in München Malerei. Arbeitete als Grafiker. 1915 Heirat mit Lisa Erdelyi. Ebenfalls 1915 emigrierte er nach Zürich (mehrere Aufenthalte in Ascona, Verbindung mit Otto Gross), von wo er 1918 nach Ende des Ersten Weltkriegs nach Berlin zurück zog. Ab 1920 freier Schriftsteller. 1923 starb seine Frau. 1929 Heirat mit Elena Marquenne. Im Mai 1933 fielen seine Werke der Bücherverbrennung zum Opfer, er musste fliehen (Zürich und Paris). Frank hielt sich in dieser Zeit auch bei den Rosenbaums in Comologno auf. Er freundete sich in der Emigration mit Victoria Wolff an. 1934 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. 1936 reiste er zusammen mit Thomas Mann zur Feier des 80. Geburtstags von Sigmund Freud. 1939 Flucht aus Frankreich vor den einmarschierenden Deutschen über Marseille in die USA. Drehbuchautor in Hollywood. 1950 Rückkehr nach München. Kontakte zu Erich Kästner. 1952 Heirat mit der Schauspielerin Charlotte Jäger. Frank war einer der bedeutendsten sozialkritischen und pazifistischen Erzähler des beginnenden 20. Jahrhunderts. www.leonhard-frank-gesellschaft.de.