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Sigmund Freud, Arzt und Tiefenpsychologe, Mitbegründer der Psychoanalyse

1856-1939, geboren in Freiberg, Mähren, gestorben in London

Eigentlich Sigismund Schlomo Freud. Sohn jüdischer Eltern, der Vater war Wollhändler. Beginn des Medizinstudiums in Wien, dann Wechsel ans Physiologische Institut. 1879 Militärdienst. 1881 Dissertation als Doktor der Medizin. Forschungstätigkeit in Wien, Studienreisen, Habilitation 1885. Tätigkeit als Neurologe. 1886 Heirat mit Martha Bernays, mit der er sechs Kinder hatte. 1902, nachdem er bereits einige Werke publiziert hatte, wurde er in Wien zum ausserordentlichen Titularprofessor ernannt. 1908 gründete er die „Wiener Psychoanalytische Vereinigung“ in deren Nähe auch Carl Gustav Jung und Otto Gross standen. Beide wandten sich später aus unterschiedlichen Gründen von Freud ab. Die 1930er Jahre waren Freuds fruchtbarste: verschiedene Werke begründeten seinen weltweiten Ruf als Psychoanalytiker. An seinem 80. Geburtstag sprach Thomas Mann. 1938 emigrierte Freud nach London. Vier seiner fünf Schwestern blieben in Wien zurück, wurden von den Nazis deportiert und in Konzentrationslagern umgebracht. Schwer an Krebs erkrankt, brachte sich Freud mit einer Überdosis Morphin um. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof "Golders Green" in London, im selben Grab wurden seine Frau Martha und die Tochter Anna beigesetzt. Freud stand in Kontakt mit Leonhard Frank, Bruno Goetz, Franz Hartmann und Johannes Nohl.