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Ernst Frick mit Marianne von Werefkin
Ernst Frick, Kunstmaler

1881-1956, geboren in Konau, gestorben in Ascona

Sohn eines Reisenden für eine Maschinenfabrik in Uzwil. Ernst Frick war das vierte Kind von neuen Geschwistern. Nach dem frühen Tod des Vaters musste die Mutter Elise, geborene Etzweiler, die neun Kinder alleine durchbringen, was zu Folge hatte, dass die jüngeren Knaben als Verdingkinder verteilt wurden und nur die Volksschule besuchen konnten. Ernst konnte eine Lehre als Giesser machen. Nach dem Abschluss der Lehre besuchte er die Kunstakademie in München. Bei einem Kuraufenthalt in Ascona 1906, der Arzt Raphael Friedeberg pflegte ihn dort gesund, machte er Bekanntschaft mit den „Naturmenschen“ auf dem Monte Verità und den Bohèmiens, Anarchisten und Künstlern. Frick beteiligte sich an anarchistischen Aktivitäten (Redaktor "Weckruf", Überfall auf die Kaserne der Kantonspolizei Zürich) und verbüsste 1912-1913 ein Jahr Haft in Regensdorf. Ab 1911 lebte er in Ascona und nahm bei Artur Segal Malunterricht. Er tat sich mit der Frau von Otto Gross, Frieda, geborene Schloffer zusammen und hatte mit ihr drei Kinder. Frick war Mitbegründer der Künstlervereinigung "Der Grosse Bär". 1941 heiratete er die Anthroposophin und Fotorafin Margarethe Fellerer aus Linz. Im von Max Bill gestalteten "Ascona Bau-Buch", 1934 von Eduard Keller herausgegeben, schrieb Frick das Essay "Das Künstlernest". In der Zeitschrift "sie und er", Nr. 32, 1937, stand geschrieben: "Hoch oben, auf der Collina (später Monte Verità genannt), ein wenig versteckt, liegt das Häuschen (Cà del Sass), in dem Ernst Frick wohnt. In Knonau bei Zürich 1881 geboren, ist seine Arbeit Kampf, angespanntes Ringen, um der eigenen strengen, unerbittlichen Kritik zu genügen. 'Meine Erfolge in der Öffentlichkeit sind bescheiden. Hin und wieder lese ich meinen Namen in fremden oder hiesigen Kunstzeitschriften. An Ausstellungen beteilige ich mich selten und - meines Wissens besitzt keine Galerie ein Bild von mir. Nur das ist mein Rekord!' Fricks Landschaften sind einsam, das mystische Blau – Lila – das er in Beziehung bringt zum Braun der Holzstämme, ist naturnahe. Man fühlt Trost, der wie aus einer grossen Stille kommt. Ich sehe das Bergdorf im Tessin - gleichsam ein letztes Haus am Ende aller Dinge, letzte Zuflucht. Natur als Heimat der Heimatlosen." www.ernstfrick.ch.