Ernst Geiger
Ernst Samuel Geiger, Philosoph und Maler

1876-1965, geboren in Turgi, gestorben in La Neuveville

Sohn der Weinhändlerfamilie Ullrich und Sophia Geiger-Schwarz. Schulen in Brugg und Aarau. Studierte Forstwissenschaften am Polytechnikum Zürich und dissertierte 1900 mit einer Monografie über das Bergell zum Dr. phil. nat. an der Universität Zürich. Anschliessend Besuch der Kunstakademien in München und Paris. Geiger lebte ab 1906 von der Malerei. 1908 Heirat mit Maria Bockhoff,  Geburt des Sohnes Hans, Wohnsitz in Bern. 1911 Umzug nach Twann. 1918 Kauf des Landguts "Hof" in Ligerz, wo er bis zu seinem Tod wohnte. Die Wintermonate verbrachte Geiger im Engadin (1913-1914) bzw. im Tessin (1915-1920). Seine Frau starb 1921 bei der Geburt des Sohnes Wolfgang. Zwischen 1920 und 1925 wohnte er in Monti della Trinità sopra Locarno und in Comano. 1926 Kauf eines Atelierhauses bei Porto Ronco. Geiger korrespondierte mit der Baronessa Antoinette de St. Lèger bis zu deren Tod, er hat sie auch finanziell unterstützt, siehe Postkarte. 1927 verbrachte Max Bill, sein Neffe, einige Zeit in Porto Ronco, wo Geiger ihn in die Künstlerszene einführte. Geiger hatte Kontakte zur Künstlersiedlung von Fritz Jordi in Fontana Martina, wo Leute wie Ignazio Silone, Heinrich Vogeler und viele andere verkehrten. 1937 Heirat mit Margaretha Fahrer mit der er zwei Söhne hatte, Samuel, 1941, und Christoph, 1942. Geiger hinterliess über 2’000 Gemälde und Aquarelle.