gfeller
Arnold Gfeller, Architekt, Maler, Offizier und Politiker

1902-1978, geboren in Riehen, gestorben in Basel

Als Sohn einer Bauunternehmerfamilie in Riehen geboren, besuchte er  dort und in Basel die Schulen bis zur Matura. Mit dem Berufsziel Kunstmaler besuchte er von 1921 bis 1923 die Ecole des Beaux-Arts in Paris. 1923 trat er ein Volontariat in Sélestat, Haut-Rhin, an und arbeitete anschliessend von 1924 bis 1932 im Basler Architekturbüro Widmer & Calini. 1932 trat er in den väterlichen Betrieb ein, den er nach dem Tod des Vaters 1938 übernahm. Gfeller erreichte internationale Anerkennung als er 1950-1951 die drei "Entenweid-Hochhäuser" baute. Es waren die ersten Hochhäuser in der Schweiz, ausgeführt als selbsttragende Backsteinkonstruktionen. Er war Oberst i.Gst., unter anderem in der Funktion als Stabschef der Gebirgsbrigade 11. Von 1938-1955 sass er im Grossen Rat des Kantons Basel-Stadt, von 1939-1943 und 1951-1959 war er Mitglied des Schweizer Nationalrats. 1973 erlitt er einen Schlaganfall; Gfeller erlebte seine letzten fünf Jahre als Halbgelähmter und Sprachloser. Gfeller war verheiratet mit Els, geborene Spichtin. Auszug aus der Erinnerungsschrift zur "Trauerfeier auf dem Friedhof Hörnli am 9. August 1978": "Seiner ersten Liebe, der Malerei, blieb Arnold Gfeller auch im späteren Leben treu. In seinem originellen Atelier am St. Alban-Rheinweg und auf seinem prächtigen Sitz in Montagnola, den er und seine hilfreiche Lebensgefährtin der Christoph Merian Stiftung schenkten, entstand eine Fülle stimmungsreicher Landschaften, herrlich leuchtender Blumenstilleben, treffsicherer Porträts und glänzender Fasnachtslaternen für die Breo-Clique und die Alti Richtig."