Walter Giller
Walter Giller, Film-, TV- und Theaterschauspieler

1927-2011, geboren in Recklinghausen, Deutschland, gestorben in Hamburg

Walter Giller, Sohn des Kinderarztes Walter und der Edwine, geborene Röver, verbrachte seine Jugend in Hamburg. Als 15jähriger Gymnasiast wurde er 1942 als Flakhelfer eingezogen und geriet 1944 in Kriegsgefangenschaft. Eines Lungenrisses wegen musste er sich in ein Sanatorium begeben und wurde aus der Gefangenschaft entlassen. Beginn des Medizinstudiums in Hamburg, das er nach kurzer Zeit wieder abbrach. Er ging als Volontär an die Hamburger Kammerspiele, Tätigkeit als Regieassistent und Ausbildung zum Schauspieler. 1956 Hochzeit mit der Schauspielerkollegin Nadja Tiller, mit der er 55 Jahre lang verheiratet sein sollte, Tochter Natascha wurde 1959 geboren, Sohn Jan-Claudius 1964.  Walter Giller spielte in rund 80 Spielfilmen mit, unter anderem in Kurt Hoffmann-Filmen und mit verschiedensten Schauspielerkolleginnen und -kollegen. Darunter O.W. Fischer, Hardy Krüger, Heinz Rühmann. Seine Filme hiessen „Die Drei von der Tankstelle“, „Peter Voss, der Millionendieb“, „Drei Mann in einem Boot“ und so weiter. Giller lebte mit seiner Ehefrau Nadja Tiller seit den 1970er Jahren in Castagnola bei Lugano. Aus einem Interview mit Nadja Tiller und Walter Giller vom 3. November 2005, gefunden unter www.cineastentreff.de: „teleschau: Sie leben im Tessin, in Castagnola bei Lugano. Klingt nach vornehmer Abgeschiedenheit. Giller: Ja, wir leben auch so ein bisschen wie der Weihnachtsmann. Aber wir sind nicht einsam. Wir leben in einem Dreifamilienhaus am Stadtrand, mit einem schönen Blick auf den Luganer See. Es ist ziemlich städtisch, es gibt hier mehr Banden als sonst im Tessin. Und fährt man mal nach Mailand, kommt man leicht ohne Auto zurück.“ – 2006 erhielt das Ehepaar einen Bambi für ihr Lebenswerk. 2008 zog Walter Giller und seine Frau Naja Tiller in ein Altersstift in Hamburg.
Walter Giller in jungen Jahren
Walter Giller und Nadja Tiller, 2006