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Yvan Goll, Dichter

1891-1950, geboren in Saint-Dié-des-Vosges, Frankreich, gestorben in Paris

Als Isaac Lang geboren in Sankt Didel in den Vogesen, die seinerzeit Teil des Deutschen Reiches waren. Studium der Jurisprudenz und Philosophie in Strassburg. Als Pazifist emigrierte er 1914 in die Schweiz, wo er in Zürich, Lausanne und ab 1918 bis zum Kriegsende in Ascona lebte. Von dort aus zog er nach Paris. Ab 1919 wandte er sich dem Surrealismus zu. 1921 heiratete er Claire. 1939-1947 Exil in New York, anschliessend Wohnsitz in Neuilly-sur-Seine bei Paris. Goll über sich selbst: „Durch Schicksal Jude, durch Zufall Franzose, durch einen Stempel Deutscher.“ Peter Riesterer schrieb in seinen „Streifzügen durch das Tessin“: „Eine Zeit lang war Ascona für Claire und Ivan Goll gleichsam ein Ort auf einem andern Stern. Hier lebten sie das Leben im Borgo, in den engen Gassen, vor den einst berühmten Cafés. Das war 1918. Sie freundeten sich an mit Viking Eggeling (Dada-Bewegung, Filmregisseur), mit Hans Richter, Arthur Segal, Jawlensky, Marianne von Werefkin, sie trafen mit dem Dadaisten Hans Arp, mit Hugo Ball und Emmy Ball-Hennings, mit Emil Ludwig zusammen. Auch in dieser illustren Gesellschaft blieb Claire Goll die „grande Dame du Dada“, die "Femme fatale“. Mit Hans Richter begann „eine intime Freundschaft“.“ Goll starb an den Folgen von Leukämie.