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Hans Habe, Journalist und Schriftsteller

1911-1977, geboren in Budapest, gestorben in Locarno

Geboren als Jânos Békessy. Verlebte eine unruhige Jugend zwischen Wien und Budapest. Matura in Wien, Jura und Germanistikstudium in Heidelberg. Journalistische Tätigkeit in Wien, Prag und in Genf bei Völkerbund. Ausbürgerung aus Österreich 1938. Exil in Frankreich. Fremdenlegion - Gefangennahme durch die Deutschen - Flucht aus dem Lager Drancy bei Paris quer durch Frankreich und Spanien nach Portugal; Erich Maria Remarque beschrieb diese Flucht in "Die Nacht in Lissabon". 1940 Emigration in die USA. Tat Dienst in den Amerikanischen Armee (14 Verletzungen), er wurde als Major aus dem US-Heer entlassen. 1945 startete er in Berlin die „Neue Zeitung“, Leiter des Feuilletons wurde Erich Kästner, dessen Redaktionsassistent war Alfred Andersch. Luiselotte Enderle zitiert in „Erich Kästner“ ihren Lebenspartner: „Im Auto fuhren wir im Land umher und trommelten Mitarbeiter zusammen. Wo kriegen wir Bücher her? Woher ein Archiv? Woher einen Musikkritiker? Es geht zu wie bei der Erschaffung der Welt.“  Vier Jahre Tätigkeit in Hollywood als Film- und Buchautor. Habe lebte ab 1953 in Ascona in einer Villa an der via Muraccio. Nachbar von Robert Neumann. Er war befreundet mit Erich Maria Remarque, der ganz in seiner Nähe in Porto Ronco lebte und verkehrte mit Max Colpet, Rolf Gérard, Henry Jäger, Horst Lemke und weiteren. Habe heiratete 1954 seine sechste Ehefrau. Auch 1954 erschienen seine Memoiren: "Ich stelle mich, meine Lebensgeschichte". Er starb an einer Drüsenkrankheit. Sein Grab bedindet sich auf dem Friedhof von Ascona.