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Kurt Held (Kläber), Schriftsteller

1897-1959, geboren in Jena, Thüringen, gestorben in Lugano

Sohn einer Werkmeisterfamilie. Lehre als Schlosser. Kläber schloss sich der „Wandervogel-Bewegung" an und zog durch mehrere Länder Europas. Die "Wandervögel" war eine Jugendbewegung, die dem damals herrschenden autoritären Druck der bürgerlichen Gesellschaft in die Natur auswich und nach romantischen Idealen strebte. Er nahm am Ersten Weltkrieg teil. Danach trat er der „Deutschen Kommunistischen Partei“ bei. Tätigkeiten als Arbeiter, Autor, Lektor und Redaktor bei Zeitschriften und Verlagen. Heiratete 1924 die Schriftstellerin und Märchenerzählerin Lisa Tetzner. Verhaftung und Freilassung nach dem Reichtagsbrand im Februar 1933. Er floh mit seiner Frau aus Deutschland in die Schweiz, wo sie in Carona lebten. Im Frühjahr 1933 beherbergten sie Bertolt Brecht in ihrem Haus. 1938 wandte er sich mit dem aufkommenden Stalinismus vom Kommunismus ab. Nach einer psychischen Krise wandte er sich, wie seine Frau, erfolgreich dem Schreiben von Jugendbüchern zu. Weil die Schweizer Behörden ihm ein Berufsverbot auferlegten, schrieb er unter seinem Pseudonym „Held“, unter dem er heute bekannter ist als unter „Kläber“. 1941 schrieb er "Die rote Zora und ihre Bande". Ebenfalls 1941 erschien „Der Trommler von Faido, historische Erzählung aus der Leventina“. Die Helds erwarben die Schweizer Staatsbürgerschaft 1948. Sein Freund Jakob Humm schrieb in den „Erinnerungen an Kurt Held" über ihn: "Er zog aus, die Welt zu verbessern. Er kehrte heim, den Menschen auf das Gute zu verweisen. Seine Wege waren immer geradlinig. Das war weder für ihn noch für die, die ihn liebten oder mit ihm lebten, einfach. Aber man konnte ihm nicht gram sein, denn er suchte die Wahrheit und war nicht bereit, sie zu verkaufen."