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Manfred Henninger, Kunstmaler

1894-1986, geboren in Backnag, Deutschland, gestorben in Stuttgart

Henninger erlernte im elterlichen Betrieb in Tübingen das Konditorenhandwerk. 1914 freiwilliger Kriegsdienst. 1916 Malunterricht. Er studierte ab 1919 an der Stuttgarter Kunstakademie später an der Dresdner Akademie. Henninger zog nach Berlin. Reisen nach Griechenland und Italien. 1926 Einzelausstellung in Stuttgart. 1933 politisch motivierte Emigration in die Schweiz, von dort weiter nach Ibiza, wo er über 300 Ölgemälde malte. 1937–1947 Schweizer Exil, er lebte und arbeitete im „Mulino di Brumo“ zwischen Arcegno und Ronco und fand Anschluss an die Künstlergruppe „Der Grosse Bär“ in Ascona. „Trotz der Unterstützung einiger Künstlerfreunde sind die Kriegsjahre in der Emigration bestimmt durch Armut und Isolation und der Zugang zum Kunstleben in der Schweiz bleibt Henninger versagt“. Peter Riesterer schrieb: „Rös Peter, Karl Gerber, Manfred Henninger aus der uralten unteren Mühle, ein Katzensprung von Köbi Flach entfernt, Erwin Schönmann und Jan Schutter bildeten den „Verbano-Künstler-Kreis“. Alles eigenwillige Köpfe. Eigenwillig auch in ihrer künstlerischen Aussage. Und doch ertrugen sie sich. Es war die Zeit, wo Henninger seine „Badenden“ malte, Schutter die feinfühligen Stilleben und beglückenden Landschaften, Gerber seine Mappen mit Motiven aus Roncos Dorfleben füllte. Die Verbano-Gruppe war kritisch. Scharf aber gerecht im Urteil. Unbestechlich. An sich arbeitend. Drunten, im Borgo von Ascona, bildeten sie nie das Tagesgespräch. Eine ganz andere Welt sorgte für Klatsch und Tratsch. Sie gingen ihrer Arbeit nach. Waren die Stillen vom Lande. Wollten sich nicht vom Lärm unserer Zeit feiern lassen.“ 1949 Berufung Henningers an die „Staatliche Akademie der bildenden Künste“ in Stuttgart. www.manfred-henninger.de