Martin Hesse, Fotograf

1911-1968, geboren in Gaienhofen am Bodensee, gestorben in Bern

Sohn des Schriftstellers Hermann Hesse und der Fotografin Mia Hesse-Bernoulli. 1912 zog die Familie Hesse vom Bodensee nach Bern. 1919 Trennung der Eltern, Einlieferung der Mutter in eine Nervenklinik. Die Familie Hesse wurde zerrissen: Heiner blieb bei der Mutter, Bruno wurde von seinem Vater bei der Familie Oschwand in Pflege gegeben und Martin kam als Pflegekind zur Familie Ringier in Kirchdorf und verbrachte immer wieder Zeit bei der Mutter in Ascona. Architekturlehre in Thun und für kurze Zeit am Bauhaus in Dessau. Martin Hesse nahm Wohnsitz in Bern und war als freier Fotograf tätig. Er fotografierte im Auftrag der Berner Behörden alle Kunstdenkmäler im Kanton. Im „Ascona Bau-Buch“ von Eduard Keller, gestaltet von Max Bill, sind Fotografien von Martin Hesse zu sehen. Unzählige Aufnahmen seines Vaters stammen von ihm. Nach einer Depression beging er 1968 Selbstmord. Im Jahr 2000 wurde ein Teil seines Werks im „Museo Hermann Hesse“ in Montagnola ausgestellt.