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Magnus Hirschfeld, Arzt, Publizist und Mitbegründer der ersten Homosexuellen-Bewegung

1868-1935, geboren in Kolberg, Deutschland, gestorben in Nizza

Sohn eines bekannten Medizinalrats. Studium von Philosophie, Philologie und Medizin in Strassburg, München, Heidelberg und Berlin. Tätigkeit als Naturheilarzt in Magdeburg. Umzug nach Berlin. Setzte sich als Mitgründer des „Wissenschaftlich-humanitären Komitees“ für die Entkriminalisierung sexueller Handlungen zwischen Männern ein. Von 1899 bis 1923 gab er das „Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen“ heraus. 1910 prägte er den Begriff „Transvestit“ für Personen, die Kleidung des anderen Geschlechts tragen. Teilnahme am Ersten Weltkrieg als Lazarettarzt. 1919 eröffnete er das weltweit erste Institut für Sexualwissenschaft in Berlin. Leitungsmitglied des 1923 gegründeten Instituts für Freikörperkultur. Teilnahme an internationalen Kongressen und Tagungen rund um die Sexualität. 1932 ging er ins Exil nach Ascona, später nach Frankreich. 1933 wurde sein Institut durch das Naziregime geschlossen, seine Bibliothek wurde durch die Bücherverbrennung zerstört. 1934 Umzug nach Nizza. Hirschfelds Name wird in der Gästeliste des Elisariums in Minusio aufgeführt.