Von der Frühzeit zu Karl dem Grossen.

Erste Spuren menschlicher Behausungen im Tessin führen bis in die Jungsteinzeit zurück (11'000 bis 5'000 v. Chr.). Nachdem die Ligurer um 1'000 v. Chr. die Seeufer der Südalpen bevölkerten, begannen gegen 200 v. Chr. die Römer mit ihren Eroberungszügen und machten Locarno zu einem wichtigen Zentrum. Der Lago Maggiore wurde zu einem bedeutenden Handelsweg der Römer. Sie transportierten Waren von der Poebene über den See nach Locarno und von dort aus über den Lukmanier oder San Bernardino in ihre Besitzungen nördlich der Alpen. Im Zug der Völkerwanderung kamen im 5. und 6. Jahrhundert Hunnen, Ostgoten, Langobarden und Franken ins Land. Die Langobarden setzten sich durch und gaben dem Gebiet seinen Namen: Lombardei. 774 zerstörte Karl der Grosse das Langobardenreich, nachdem ihn der Papst um Hilfe gebeten hatte. Es folgte eine wechselvolle Geschichte: Das Tessin wurde beherrscht von Nationalkönigen, Bischöfen, Kaisern des grossen Reichs und Herzögen.