1830 Die erste Postkutsche rollt über den Gotthardpass.

Eine "Gotthard-Botenlinie" zwischen Zürich und Bergamo wurde ab dem 16. Jahrhundert regelmässig betrieben, im 17. Jahrhundert einmal wöchentlich. 1869 wurde von der Kaufmannspost Zürich und der Fischerpost Bern gemeinsam die Gotthard-Reiterpost eingeführt. Nach Vollendung der Gotthard-Passstrasse 1831 verkehrten Postkutschen und verdrängten in kurzer Zeit die Säumerei. Die Kutschen verkehrten zwischen Flüelen und Camerlata im Mendrisiotto. Mailandreisende hatten im Jahr 1850 mit einer Reisezeit ab Luzern von 28 Stunden zu rechnen -  effektive Reisezeit, ohne Übernachtung. Es galt folgender Fahrplan:

05.00 Luzern - Flüelen mit Dampfschiff

07.45 Flüelen - Andermatt, mit Postkutsche

13.30 Andermatt - Airolo

17.40 Airolo - Bellinzona

23.20 Bellinzona - Lugano

03.25 Lugano - Camerlata

07.40 Camerlata (Como) - Mailand

08.55 Anfkunft in Mailand.

Mit der Eröffnung des Gotthard-Eisenbahntunnels 1882 verschwanden die Postkutschen. Die dampfbetriebene Bahn verkürzte die Reisezeit von Luzern nach Mailand auf 10 Stunden, die heutigen Züge fahren die Strecke in 4 Stunden und nach Eröffnung des Gotthard-Basistunnels werden dafür noch knapp 3 Stunden benötigt werden.