1905 Das zweite Buch über Ascona erscheint.

1904 veröffentlichte Adolf Grohmann sein Buch: "Die Vegetarier-Ansiedlung in Ascona und die sogenannten Naturmenschen im Tessin". Gemeint waren Henri Oedenkoven mit seinen Partnerinnen und Partnern auf dem Monte Verità. – Dies war das erste eigentliche Ascona Buch, eine Vielzahl weiterer sollte folgen. Erich Mühsam schrieb 1905 sein erstes Buch über Ascona, Neuauflagen folgten 1931 und 1982. Peter Dudek in seiner Biografie über Johannes Nohl: "Über das Leben in Ascona und die schillernden Figuren, die dort ein antibürgerliches und vegetarisches Refugium errichten wollten, hatte Mühsam 1905 eine kritische Charakteristik verfasst, nicht frei von Sarkasmen und politisch in deutlicher Distanz zu den vegetarischen Kommunen. Nohl war dagegen weniger distanziert, befreundete sich mit Gusto Gräser, eiferte ihm mit ausgedehnten barfüssigen Wanderungen durch die Umgebung nach und teilte dessen Hang zu einer mystisch-magischen Naturphilosophie. Allerdings waren weder Nohl noch Mühsam Freunde des Vegetarismus und der lebensreformerischen Experimente. Mühsam und Nohl rechneten es sich zur Ehre an, von den Bauern nicht als "vegetariani" angesehen zu werden. Zu den beiden gesellte sich bald ein baltischer Baron namens Rechenberg (dem späteren Ehemann von Gräfin Franziska zu Reventlow), der ebenfalls am liebsten bei den Tessinern verkehrte. Die drei waren als Alkoholfreunde geschworene Feinde des Monte Verità."