1916 - 1917 Zwischenbericht aus Ascona, Katja Wulff und Hugo Ball.

Katja Wulff, Schülerin an Rudolf von Labans Tanzschule auf dem Monte Verità schrieb ihren Eltern 1916: "Wir sind nun gerade eine Woche lang in Askona. Heute sind wir umgezogen. Nun werdet ihr bass erstaunt sein. Wir wohnen jetzt tiefer am Berge in "Villa Helios". Besitzer von Villa Helios ist ein gewesener Zahnarzt Schneider mit seiner Frau. Furchtbar nette Leute, Badenser aus Freiburg. Warum wir auszogen? Weil wir nach und nach eines schmählichen Hungertods gestorben wären. Auf Monte Verità lebt eine Gesellschaft fanatischer Vegetarier."

1917 depeschierte Hugo Ball an Tristan Tzara: "Sie fragen mich nach Ascona. Das ist ein Ort ohne jeden Komfort, wo man im Moment  kaum ein Zimmer mieten kann. Es gibt eine Menge schlafblöder Naturmenschen, die in Sandalen und römischer Tunica wandeln. Es gibt keine Unterhaltung, keine Bücher, keine Zeitungen. Es gibt nur schönes Wetter."