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Harry Clemens Ulrich Kessler, Kunstsammler, Museumsdirektor, Mäzen, Essayist, Literat, Publizist, Politiker, Diplomat und Pazifist

1868-1937, geboren in Paris, gestorben in Lyon

Harry Graf Kessler, wie er genannt wurde, war der Sohn eines Hamburger Bankiers und einer Irin adliger Abstammung. Er wuchs in Frankreich, England und Deutschland auf und wurde entsprechend multikulturell ausgebildet. Er studierte Jura, anschliessend Kunstgeschichte. Ab 1903 ehrenamtliche Tätigkeit als Direktor des Weimarer Museums für Kunst und Kunstgewerbe. Daneben entwarf er ein neues Buchkunstprogramm und betrieb in Weimar mit der „Cranachpresse“ eine eigene Produktionsstätte. 1918 deutscher Gesandter in Warschau. Mitglied der „Deutschen Friedensgesellschaft“ 1919-1929. Kontakte zum jungen Golo Mann in Berlin. 1933 Emigration nach Paris, dann nach Mallorca und schliesslich nach Lyon. Kessler führte 57 Jahre lang Tagebuch. Darin schrieb er auch von seiner Begegnung mit der Baronessa Antoinette de St. Lèger auf den Brissagoinseln von April 1920.