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Karl Krolow, Schriftsteller

1915-1999, geboren in Hannover, gestorben in Darmstadt

Sohn einer Beamtenfamilie. Jugend in Hannover, Studium der Germanistik, Romanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in Göttingen und Breslau. Ab 1942 Tätigkeit als freier Schriftsteller. 1956 Umzug nach Darmstadt. Träger verschiedener literarischer Auszeichnungen. "Das Romantisch-Mediterrane ist es auch, was Karl Krolow an der Landschaft und Kultur des Tessins so sehr liebt. Er bereiste und druchwanderte dieses südliche Land sehr ausgiebig." Krolow war der Verfasser des "Kleinen Kunstbuchs Tessin". "Begleitet wurde Krolows lyrisches Werk von einer immensen theoretischen Reflexion, die für die wichtigsten Lyrik-Debatten vor allem in den 70er Jahren gesorgt hat. Unübersehbar ist die Zahl der Essays und poetologischen Texte. Aber auch Prosa hat Krolow geschrieben. Erzählungen, die so lyrisch waren im Ton, wie die Lyrik zuweilen prosaisch wurde. Mit Krolow ist ein Dichter jener grossen deutschen Literatur gestorben, die zweifellos zum gesicherten Bestand dieses Jahrhunderts zählen wird. Seine Gedichte beginnen, wo das Schweigen beginnt.“ Nachruf von Kurt Drawert im „Freitag“, vom 2. Juli 1999, www.freitag.de.