hemingway
hemingway
Rudolf von Laban, Tänzer, Tanzpädagoge und Choreograph

1879-1958, geboren in Bratislava, Österreich-Ungarn, gestorben in Weybridge, Surrey, England

Studierte in Paris Kunst. In München leitete von Laban eine Tanzschule. Er gründete 1913 die "Sommerschule für Bewegungskunst" auf dem Monte Verità, die Winter über lehrte er in Zürich. Seine Schule war der "individualistischen Cooperative" angegliedert. Laban lehrte neue Arten von Körperausdruck mit und ohne Musik. Seine Tätigkeit war prägend und richtungsweisend für die Entwicklung von Ballett und Tanz in Europa. Seine damalige Lebenspartnerin Suzanne Perrottet und Mary Wigman waren als seine Assistentinnen tätig. Zu seinen Schülerinnen gehörten unter anderen: Charlotte Bara, Isadora Duncan, Sonja Salati, Sophie Täuber, Katja Wulff. Laban arbeitete in Ascona in Sachen Bühnengestaltung mit dem Maler und Grafiker Max Ackermann zusammen. Hier arbeitete er auch mit dem Ikosaeder, einen der fünf platonischen Körper mit 20 Flächen und 26 Dimensionen, der ihn beim Studium von Raum und Bewegung unterstützte; weitere Informationen unter www.icosahedrum.com. 1920 verliess Laban Ascona. Ab 1923 war er in Hamburg tätig, 1930-1934 Balletdirektor in der Staatsoper Berlin. Er flüchtete 1937 vor den Nazis nach Manchester, England und widmete sich dort hauptsächlich den "Laban Bewegungsstudien". Sein Lebenswerk galt der Erforschung der menschlichen Bewegungen, er glaubte an die Selbstverwirklichung der Menschen durch den Ausdruck ihrers inneren Erlebens im Tanz.