Ermano Maggini
Maggini Ermano, Musikpädagoge und Komponist

1931-1991, geboren und gestorben in Intragna

In Intragna geboren und aufgwachsen, besuchte Ermano Maggini das Collegio Papio in Ascona. Ausbildung an der Musikakademie Zürich. Maggini war während vierzig Jahren im Raum Zürich als Musik-, Theorie- und Instrumentallehrer sowie als Komponist tätig. Er hintliess insgesamt 25 Werke, darunter aufwendige Orchesterwerke. Einzelne dieser Kompositionen sind nach gar nicht aufgeführt worden. Kurz vor seinem Tod hatte Maggini die Fondazione Ermano Maggini ins Leben gerufen. 
Auszüge aus In Erinnerung von Marianne Baltisberger in der Tessiner Zeitung vom 23. Dezember 2011: „Die Musik begleitete ihn von Kindesbeinen an: Schon in der Osteria seiner Eltern in Intragna wurden Volkslieder gesungen. Am Collegio Papio in Ascona kam er erstmals mit der Gregorianik in Berührung. [...] 1931 in Intragna geboren, war Magginis Kindheit im Grenzgebiet zu Italien von den Entbehrungen und Bedrohungen des Krieges überschattet. Er machte ein Praktikum als Automechaniker, jobbte als Lastwagen- oder Taxifahrer und arbeitete im Steinbruch. Nach einer Begegnung mit der in Zürich lebenden Malerin Carlotta Stocker, die sich zeitweilig in Golino aufhielt, und die ihm eine bessere Gitarre vermittelte, entschied sich Ermano Maggini für ein Musikstudium. Er übersiedelte in die Limmatstadt. Sein Instrument war die klassische Gitarre. Um sein Studium zu finanzieren, malte er unter anderem im Schauspielhaus Kulisse. [...]“
Auszug aus der Biografie im Nachlassverzechnis der Zentralbibliothek Zürich, Musikabteilung: "Magginis kompositorisches Oeuvre, das innerhalb von nur zwei Jahrzehnten entstand, umfasst fünfundfünfzig Instrumental- und Vokalwerke: Liederzyklen, Chorwerke, Streichquartette, Quintette, Werke für Soli und Orchester. Seine Kompositionen wurden vom Orchestra della Svizzera Italiana (unter Marc Andreae), dem Zürcher Kammerorchester (unter Christof Escher), dem Stadtorchester Winterthur (unter Mario Venzago) und dem Symphonie Orchester Zürich (unter Jérôme Kaltenbach) uraufgeführt. Zahlreiche kammermusikalische Konzerte im In- und Ausland sowie CD- und Radio- Einspielungen haben sein Werk einem breiten Publikum bekannt gemacht. [...] Die Originalhandschriften Magginis erhielt die Zentralbibliothek Zürich 1999 als Geschenk."