Ruggero Leoncavallo
Richard B. Matzig, Schriftsteller und Literaturwissenschafter

1904-1951

Matzig war von 1934 bis zur Schliessung 1940 Leiter der deutschen Schule in Ascona. Einer seiner Schüler war André Bucher. Während dieser Zeit wirkte er in Jakob Flachs Marionettentheater in Ascona mit. Ab 1941 Tätigkeit als Lehrer an der Kantonsschule St. Gallen. In seiner „autobiographischen Skizze“ in seiner „Unzerstörbaren Liebe“ schrieb Matzig ein Jahr vor seinem Tod über seine Bekanntschaft mit „Carlo Dolce“, Carl Spitteler und Hermann Hesse, der ihm 1947, nachdem er den Nobelpreis für Literatur erhalten hatte, schrieb: „Ich bin ein kranker, alter Mann, und die Welt hat sich in den Kopf gesetzt, mich mit Preisen, Gratulationen, Dissertationen und Briefen vollends zu Tode zu steinigen. Dagegen ist nichts zu machen, aber die, die es tun, sollten vom Opfer nicht auch noch Dankbarkeit erwarten.“ (Fondazione Hermann Hesse Montagnola). Weiter schrieb Matzig von Baron von der Heydt. „Wir begegneten den Dichterinnen Else Lasker-Schüler, Cécile Lauber, Mary Lavater-Sloman und Marguerite Janson; wir sahen Stefan George im Nachglanz seines Ruhmes, Max Geilinger und W.J. Guggenheim, die früh Dahningegangenen, E.M. Remarque, den Zürcher Idylliker Rober Faesi, den Marionettenschnitzer und Fabulierer Jakob Flach, den gütig-vitalen Felix Moeschlin. Die in archaischer Wildnis versteckten Häuser von „Philemon und Baucis“, so heisst das Künstlerpaar Walter und Elisabeth Helbig -, die „Casa Romantica“ des schwedischen Bildhauers Adh Hedblom und andere Zufluchtsorte sind mir unvergessen. Im "Ferien-Journal" schrieb Hans-Peter Manz (von der "Libreria della Rondine") 1991 zum 40. Todestag von Richard B. Matzig: "Im April 1951, also vor 40 Jahren, ist R. B. Matzig einem unentrinnbaren Krebsleiden erlegen. Seine Stimme ist verstummt - vieles hat der hoffnungsvolle Lyriker und Meister der kleinen Prosa vor seiner Zeit mit sich genommen. Den liebenswerten "Asconeser Holzköpfen" hat er zum Leben verholfen. Für einen Mondscheinabend, den Zauber einer Stunde, der das Publikum in die Welt dieser kleinsten aller Bühnen entrückte. Seit langem sind sie nun verstummt."