Montagnola, Casa Camuzzi

Der Architekt Demetrio Camuzzi vollendete im Jahr 1853 ein besonderes Mehrfamilienhaus, das in der Folge seinen Namen tragen sollte. Die eine Besonderheit der „Casa Camuzzi“ ist ihre für das Tessin eher ungewöhnliche Stilmischung zwischen Rokoko und Neugotik. Die andere Besonderheit sind die vielen Künstler, die im Lauf der Zeit dort gewohnt und gewirkt haben. Es waren
- der Dichter und Komödiant Ferdinando Fontana, ab 1898
- der Dichter, Schriftsteller und Maler Hermann Hesse, ab 1919
- der Maler Gunter Böhmer, ab 1933
- der Schriftsteller Peter Weiss, ab 1938
- der Maler Hans Purrmann, ab 1944
- der Glaskünstler Georg Meistermann, ab 1955
- der Schriftsteller Hermann Burger, ab 1966
Hermann Hesse liess in seinem Roman „Klingsors letzter Sommer“ seinen Protagonisten, den Maler Klingsor, in der „Casa Camuzzi“ wohnen und arbeiten, im gleichen Zimmer, in das später Peter Weiss einzog.
Unmittelbar neben der Casa Camuzzi befindet sich der „Torre Camuzzi“, das Gebäude der „Fondazione Hermann Hesse Montagnola“, in dem das „Museo Hermann Hesse“ untergebracht ist.