Ruggero Leoncavallo
Wilfrid Moser, Maler und Objektkünstler

1914-1997, geboren und gestorben in Zürich

Sohn eines Kunstsammlers. Mittelschulen in Zürich und der Romandie. Moser begann in Zürich ein Violinstudium. 1930 Matura in Lausanne. 1931 Aufenthalt in Paris, "ernsthafte Beschäftigung mit der Malerei". 1935-1938 Reisen nach Italien, Spanien, Marokko und Zentralafrika. Stand als Antifaschist an der Front von Malaga und wurde schwer verwundet. 1940 bis 1945 Aktivdienst im Tessin. 1941 Heirat mit der Bernerin Johanna Gysi. Bau eines Wohn- und Atelierhauses an der Via Fontana Martina in Ronco s/Ascona. Er leistete im Zweiten Weltkrieg über 1'000 Tage Aktivdienst. Nach dem Krieg erste Holzschnitte. Lebte und wirkte seit 1945 in Paris, Ronco s/Ascona und Zürich. 1950 erste tachistische Gemälde (spontaner Auftrag von Farbflecken auf die Leinwand), er zählte zur "Ecole de Paris". Scheidung von Johanna 1956. Vertrat die Schweiz an der XXIX. Biennale in Venedig. Heirat mit Eva Rosa Puig 1961. Auch 1961 entsteht seine erste Plastik "Sculpture Grise". 1966 begann er sich mit begehbaren, farbigen Grossplastiken zu beschäftigen, er malte nicht mehr. 1974 Rückkehr zur figurativen Malerei mit Steinen, Steinbrüchen, Unterholz und Bäumen als Motive. Moser starb an den Folgen eines Hirnschlags.