Ruggero Leoncavallo
Orelli Giovanni, Schriftsteller

1928-2016, geboren in Bedretto, gestorben in Lugano

Sohn des Landwirts Leone aus Bedretto und der Anselmina, geborene Froni. Er studierte Philologie an den Universitäten von Zürich und Mailand, schloss sein Studium 1958 ab. Anschliessend unterrichtete er am Progymnasium von Lugano, später am dortigen Gymnasium, bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1992. Daneben war er als Kommentator für die RSI, Radio Televisione della Svizzera Italiana, tätig. Seine erste Erzählung L’anno della valanga, 1965 herausgekommen, machte ihn schnell bekannt. Ihr folgten eine lange Reihe von weiteren Erzänlungen und Romanen. Neben diversen Auszeichnungen erhielt er 2012 den Grossen Schillerpreis der Schweiz. Von 1995-1999 sass er für die Tessiner Sozialdemokraten im Kantonsparlament. Giovanni Orelli verstarb im Alter von 88 Jahren. Roman Bucheli schrieb in seinem Nachruf in der Neuen Zürcher Zeitung vom 4. Dezember 2016: “Giovanni Orelli war Poet und Politiker, er war ein grosser Spieler und Spötter vor dem Herrn, aber die Sprache, zumal die Sprache Dantes, liebte er über alles. Er war ihr begnadeter Bänkelsänger. Er war grosszügig mit den Menschen und zärtlich, nicht weniger generös und zärtlich derb ging er mit der Sprache um.” Giovanni war verheiratet mit Ester, geborene Viscardi, Lehrerin von San Vittore. Er war der Cousin des Schriftstellers und Literaturkritikers Giorgio Orelli, der 2013 seine letzte Ruhestätte in Prato Leventina fand. Das Grab von Giovanni Orelli befindet sich auf dem Friedhof von Villa Bedretto.