Ruggero Leoncavallo
Johann Rudolf Rahn, Historiker für Kunstgeschichte

1841-1912, geboren und gestorben in Zürich

Sohn einer Apothekerfamilie. Studium der Kunstgeschichte in Zürich, Bonn und Berlin. Anschliessend längere Italienreise. Er liess sich um 1860 in Zürich nieder. Lehrtätigkeit als Privatdozent und ausserordentlicher Professor an der Universität Zürich. 1878 Professur für Kunstgeschichte an der Universität Zürich, 1883 auch am damaligen „Eidgenössischen Polytechnikum“. Er setzte sich massgeblich für eine fachgerechten Restauration des Zürcher Grossmünsters, der St. Peter-Kirche des Klosters Wettingen und von Schloss Chillon am Genfersee ein. Rahn war Mitbegründer der „Schweizerischen Gesellschaft für Erhaltung historischer Kunstdenkmäler“, er stellte sich in den Dienst des jungen Schweizerischen Landesmuseums in Zürich und er publizierte. Seine „Kunst- und Wanderstudien aus der Schweiz“ von 1888 dienten als Grundlage für den Band „Wanderungen im Tessin“, herausgegeben 1917 „zur Erinnerung an den Grenzdienst der 5. Division im Tessin 1915-1916". Er hinterliess rund 5’000 Architetkturzeichnungen. Rahn gilt als „Vater der schweizerischen Kunstgeschichte“.