Ruggero Leoncavallo
Peter Paul Riesterer, Publizist, Fotograf und Kunstmaler

1919-2005, geboren in Basel

Riesterer, Sohn einer Tessinerin, verbrachte seine ersten Jahre im Mendrisiotto. Später wuchs er in Basel auf, ging unter anderem bei Jack Thommen zur Schule; Torwart in der Juniorenmannschaft des FC Basel. Er war Hörer an der Universität Zürich. Riesterer arbeitete während dreissig Jahren als Kulturredaktor einer Zürcher Tageszeitung und wohnte mit seiner Frau Verena in Zürich-Leimbach, wo die beiden die Galerie „zum Hüsli“ und den Skulpturengarten (wo unter anderen auch Hermann Haller ausstellte) betrieben, und ab 1939 auch in Ronco s/Ascona; zwei Töchter, Béatrice und Barbara. In Ronco schrieb er unter anderem "Arrivederci Ascona", „Streifzüge durch das Tessin“, „Tessiner Küche, Geschichten und Rezepte“ und  Kunstbände, z.B. über Otto Bachmann. Auch Kurzgeschichten verfasste er, so zum Beispiel die über die Roncheser Künstlerin Alice Braun. Riesterer schrieb und fotografierte viel für Hans Roos’ „Ferien-Journal“, z.B. 1986 die Biographie: „Charlotte Bara erzählt“. Zu seinen vielen Freunden und Bekannten rund um Ascona gehörten auch Jo Mihaly und Heiner Hesse. Er stand der Künstlergruppe "Verbano" um Jan Schutter (Karl Gerber, Manfred Henninger, Erwin Schönmann) in Ronco s/Ascona nahe und unterstütze diese Maler finanziell. Auch mit dem 2010 verstorbenen Maler Fred Engelbert Knecht stand er in Verbindung. Riesterer verfasste über 30 Bücher über die Kultur im Mittelmeerraum. Aus dem Jahresbericht 2005 der Migros: „Peter Riesterer war ein langjähriger persönlicher Mitarbeiter von Gottlieb Duttweiler. Er betreute im Auftrag von Adele Duttweiler auch das persönliche Archiv.“ Das "Ferien-Journal" Nr. 166/8, von Oktober 1974, widmete Riesterers  Leben und Wirken einen längeren Artikel. Riesterer publizierte auch unter dem Pseudonym Peter Lander.