Ruggero Leoncavallo
Ruggero Leoncavallo, Komponist

1857-1919, geboren in Neapel, gestorben in Montecatini Terme, Italien

Sohn eines Richters adligen Geschlechts aus Apulien und einer Malerin aus Neapel. Ausbildung am Konservatorium in Neapel. 1882-1886 Aufenthalt in Paris. 1876 Aufenthalt in Bologna, wo er seine ersten Opern von Richard Wagner hörte - Leancavallo war davon begeistert, verschiedene seiner künftigen Werke waren von Wagner inspiriert. 1882 Umzug nach Paris, Kontakte mit Jules Massenet, Victor Hugo und anderen. 1888 Umzug nach Mailand. Am 21. Mai 1892 wurde an der Scala seine Oper "I Pagliacci", auch "Bajazzo" genannt, uraufgeführt – der Dirigent war Arturo Toscanini – womit Leoncavallo schlagartig berühmt wurde und blieb. Er lebte ab 1904 in Brissago, in seiner vom Architekten Bernasconi neu erbauten "Villa Myriam", direkt neben dem Grand Hotel in Brissago. Sein Haus war Treffpunkt der international bekannten Künstler (Toscanini, Caruso). Er nahm am kulturellen und gesellschaftlichen Leben in Brissago teil, mehrere Jahre war er Mitglied des Verwaltungsrats des Grand Hotel Brissago. 1904 wurde er Ehrenbürger von Brissago. 1914 zog Leoncavallo nach Montecatini in der Toskana, wo er fünf Jahre später starb. Sein Leichnam wurde in Florenz beerdigt, dann, seinem Wunsch entsprechend, nach Brissago überführt, allerdings erst im Jahr 1989. Sein Grab befindet sich in der Säulenhalle des Portico der Kirche Madonna di Ponte in Brissago, einer der eindrücklichsten Sakralbauten im Tessin. In Brissago wurde zu seinen Ehren ein kleines Museum eingerichtet und auf Initiative der in Brissago wohnhaft gewesenen Hildegarde Freifrau von Münchhausen-Dürckheim die "Ruggero Leoncavallo Stiftung" gegründet. Isa Hesse zeichnete in ihrem Film "Geister und Gäste, in Memoriam Grand Hotel Brissago" von 1989 ein Portait des Komponisten. www.leoncavallo.ch

Hier eine Aufnahme von 1907: Enrico Caruso singt "Vesti la Giubba" aus dem "Bajazzo" von Ruggero Leoncavallo:
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