Ruggero Leoncavallo
Ruggero Leoncavallo
Hermann Scherchen, Musiker und Dirigent

1891-1966, geboren in Berlin, gestorben in Florenz

Begann früh seine Laufbahn als Bratschist. Studium in Berlin. 1911 Begegnung und Zusammenarbeit mit Arnold Schönberg. Während einer Aufführung in Lettland wurde er von russischen Sicherheitskräften vom Dirigentenpult weg als "feindlicher Ausländer" interniert. Nach der Rückkehr gründete er das "Scherchen-Quartett", die Musikzeitschrift "Melos" und leitete zwei Arbeiterchöre. 1933 verliess er als überzeugter Kommunist Deutschland und ging nach Brüssel. Er übernahm die Leitung des Winterthurer Stadtorchesters und wurde musikalischer Leiter von Radio Beromünster (1945-1950) und der Nordwestdeutschen Philharmonie (1959-1969). Kompositionsaufträge an Albert Möschinger. Zusammenarbeit mit Rolf Liebermann, den er nach dem Krieg zum Landessender Beromünster holte. Scherchen lebte ab 1954 in Gravesano, wo er ein avangardistisches Versuchslabor für elektronische Musik betrieb.