Julius Schmidhauser, Jurist, Philosoph und Schriftsteller

1893-1970, geboren in Zürich, gestorben in Losone

Schmidhauser wuchs in Hottingen und Zürich auf. Studium der Jurisprudenz und Dissertation an der Universität Zürich. Tätigkeit als Sekretär des Schweizerischen Schriftstellerverbands, SSV von 1919-1923. 1920 Heirat mit Alice Spinner, Pianistin, der Tochter eines Dekans. Sie hatten vier Kinder, ein Sohn ertrank in der Maggia, eine Tochter starb 16jährig an einer Blutvergiftung. Sohn Hannes Schmidhauser, der spätere Filmschauspieler und Kapitän der Schweizer Fussballnationalmannschaft, kam 1926 in Locarno zu Welt, Tochter Ruth, sie war später mit Enrico Filippini verheiratet, in Fex-Plattas ob Sils-Maria im Engadin. 1929 Umzug nach Zürich, wo Schmidhauser evangelischer Studentenbetreuer an den Hochschulen wurde. 1934 zog die Familie aufgrund einer Krankheit von Schmidhauser wieder zurück ins Tessin, nach Losone, wo sie im seinerzeit „weit abgelegenen“ Haus im Ortsteil „San Giorgio“ wohnten. Ihr Haus wurde 1932 von einem Bildhauer namens Kagan erbaut. Julius lebte und arbeitete im Fextal und in Losone. Seine Familie führte ein „offenes Haus“, wo sich in der nahen Kaserne internierte Polen trafen, Studenten aus Deutschland kamen, sie „diskutierten Philosophie mit Julius Schmidhauser, halfen bei der Arbeit im grossen Garten und nicht selten schlief ein Dutzend von ihnen im Wohnzimmer.“ In Losone verkehrte Schmidhauser mit Robert Faesi, den Eppers, Felix Möschlin, Werner J. Müller, Fritz Pauli, Johannes Schürch, Peter Schifferli, der Werefkina und weiteren. Schmidhausers Tochter Ruth war die Frau von Enrico Filippini.