Ernst Schnabel
Ernst Schnabel im Louvre, 1958
Ernst Schnabel, Schriftsteller und Radiopionier

1913-1986, geboren in Zittau, Sachsen, gestorben in Berlin

Als Sohn eines Kaufmanns besuchte er die Fürstenschule St. Afra in Meissen. Von 1931 bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs fuhr er zur See auf Segelschiffen und bei der Hamburg-Amerika-Linie. Mit dem Schreiben begann er 1936. Während des Kriegs tat er Dienst als Marineoffizier und Kommandant eines Konvoi-Geleitboots. Nach Kriegsende begann seine Tätigkeit beim Nordwestdeutschen Rundfunk in Hamburg, zuerst als Dramaturg, dann als Leiter der Abteilung Wort und schliesslich, nach einem einjährigen Abstecher zur BBC in London, von 1951 bis 1954 als Intendant. 1954 liess er sich von Edmond Dougoud in Ascona zum Sportpiloten ausbilden. In seinem Buch „Die Erde hat viele Namen. Vom Fliegen in unserer Welt“, 1955 erschienen im Claassen Verlag, Hamburg, widmete er das erste Kapitel „Geschichte vom Fliegenlernen. Ein Tagebuch mit Randbemerkungen (1954)“ Edmond Dougoud, „meinem Fluglehrer, der am 29. August 1954 im Valle Vedasca abgestürzt ist“. Als freier Schriftsteller arbeitete er anschliessend auch für verschiedene Rundfunkhäuser, wo er sich einen Namen als „Radio-Features-Pionier“ und Hörspieldramaturg machte.

Photo: Erich Schnabel in der „Altgriechischen Abteilung“ des Louvre in Paris, Loomis Dean. Time & Life Pictures/Getty Images, 1. Januar 1958