Reinhold Strohhäcker, Maler

1900-1975, geboren in Nürtingen

Zitate aus der „Südschweiz“, „Dem Maler Reinhold Stohhäcker zum 70. Geburtstag“, 10.10.1970: „Reinhold Strohhäcker ist wieder einmal in Ascona gewesen. Strohhäcker lebt und schafft in Stuttgart, aber wenn es so etwas wie eine zweite Heimat, eine Wahlheimat gibt, so ist es für ihn das Tessin, mit Ascona im Mittelpunkt. Auf meine Frage, wie oft er schon in Ascona gewesen sei, sagt er gegen 25 mal, mindestens 30 mal verbessert seine Gattin, die ihn auf allen seinen Kunstfahrten im Tessin begleitet. Strohhäcker, in Nürtingen, zwischen Stuttgart und Tübingen geboren, empfängt eine streng religiöse Erziehung. In seiner Geburtsstadt wird er Volksschullehrer. Während seiner Tätigkeit als Lehrer machte er aus sich selbst heraus seine ersten Malversuche. Ermutigt durch deren Erfolg nimmt er Urlaub und studiert an der Stuttgarter Akademie der bildenden Künste.“ 1930 erste, und bis nach dem Krieg einzige Ausstellung seiner Holzschnitte: die Nazis deklarierten sein Werk als „entartet“. Nach dem Krieg Kunstreisen nach Italien. „Auf dem Weg von Bellinzona nach Lugano fesselte mich zum ersten Mal der Blick auf den Lago Maggiore. Damit war auch der Grundstein zu meiner Liebe für das Tessin gelegt. Bei meinem ersten längeren Aufenthalt in Ascona 1954 malte ich alle Ecken und Gässchen, deren ich habhaft werden konnte für Ölbilder und Aquarelle der Tessiner Landschaft.“ „Ich frage Strohhäcker nach seinen weiteren Plänen. ,Das liegt in Gottes Hand’ erklärt er lächelnd. ,Aber die Landschaft von Ascona hat mir in Stuttgart einen Namen als Maler gemacht. Ich schulde Ascona so viel, dass ich hoffe, ihm in Zukunft noch viele Dankesbesuche abstatten zu können’.“