Ruggero Leoncavallo
Ruggero Leoncavallo
Richard Wagner, Komponist, Dramatiker und Dirigent

1813-1883, geboren in Leipzig, gestorben in Venedig

Wagner wurde als neuntes Kind des Polizeibeamten Friedrich Wagner und dessen Ehefrau Johanna Rosinde Pätz geboren. Tod des Vaters 1814, die Mutter heiratete den Maler, Dichter und Schauspieler Ludwig Geyer.  Nach einer Fidelio-Aufführung im Jahr 1829 stand für ihn fest, dass er Musiker werden wollte. Ab 1831 Musikstudium in Leipzig, 1832 komponierte er die C-Dur-Symphonie. 1836 Heirat mit der Schauspielerin Minna Planer. Dirigententätigkeit in Königsberg und Riga bis 1839. Parisaufenthalt 1840-1841, Rückkehr nach Dresden. Freundschaft mit Michail Bakunin. 1849 musste er, steckbrieflich gesucht, nach seiner Teilnahme am Dresdner Maiaufstand flüchten. Sein Weg führte über Paris nach Zürich. 1852 Beginn der Freundschaft mit den Wesendonks, aus deren Haus später das „Rietbergmuseum“, die letzte Heimat der Sammlung asiatischer Kunst von Baron von der Heydt wurde. Diese Sammlung war einst auf dem Monte Verità zu sehen. 1858 Trennung von seiner Frau. Kompositionstätigkeit, Reisen nach Paris, Brüssel, nach der Amnestie von 1860 wieder nach Deutschland, später Sankt Petersburg, Moskau, Budapest, Prag. 1863 Beziehung mit Cosima von Bülow, geborene Listz. 1864 wurde Wagner von König Ludwig II. von Bayern empfangen und fortan gefördert. Zweijähriger Aufenthalt in München. Umzug nach Tribschen. 1868 unternahm Wagner zusammen mit Cosima eine Reise an den Lago Maggiore, nach Genua und Mailand. Sie besuchten auch  Cosimas Geburtsstadt Como. Auf der Rückreise mussten sie im Tessin, in Faido, eines fürchterlichen Unwetters wegen „drei böse und tiefe Tage“ verleben, und sie zeugten dort ihr drittes gemeinsames Kind, Siegfried. Ebenfalls in Faido schrieb Cosima den Brief an ihren Ehemann Hans von Bülow, in dem sie ihm mitteilte, dass sie sich endgültig von ihm trennen werde, um mit Richard Wagner zusammen zu leben. 1871 Ankündigung der Bayreuther Festspiele, die 1874 im Beisein von Kaiser Wilhelm I. erstmals aufgeführt wurden. An späteren Festspielen dirigierten unter anderem Arturo Toscanini, Bruno Walter oder Herbert von Karajan. Im gleichen Jahr Umzug in die Villa Wahnfried in Bayreuth. Tod in Venedig. Wagners Grab befindet sich im Garten der Villa Wahnfried. Wagners musikgeschichtliche Bedeutung liegt in der Entwicklung der seinerzeit üblichen Nummernopern zum Musikdrama unter Einsatz der Leitmotivtechnik. www.wagner-gesellschaft.de